Ayurveda
Ayurveda ist eine über 5000 Jahre alte Philosophie (und Wissenschaft), die sich auf die wichtigen physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte der menschlichen Gesundheit, bzw. Krankheit konzentriert. Das Urprinzip ist die ganzheitliche Betrachtung des Menschen. Ein harmonischer Lebensstil auf allen Ebenen soll Krankheiten vorbeugen und für Wohlbefinden sorgen. Ursprünglich aus Indien kommend verbreitete sich Ayurveda ostwärts und ist bis heute Grundlage der heilenden Traditionen von Sri Lanka, Tibet, Burma und anderen Ländern.
Ayurveda basiert auf der Idee, dass jeder Mensch aus fünf Elementen – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum (Äther) – besteht und eine einzigartige Kombination von drei Energien (= Doshas), wie Vata (Äther und Luft), Pitta (Feuer und Wasser) und Kapha (Erde und Wasser) aufweist. Das Gleichgewicht dieser Doshas ist entscheidend für die Gesundheit. Ein Ungleichgewicht kann zur Erkrankung führen.
Ayurveda beinhaltet verschiedene Bereiche, wie Ernährung, Kräutermedizin, Yoga, Meditation, Atemübungen, Massage und Reinigungstechniken. Letzteres wird vor allem in Form von Ayurvedakuren durchgeführt. Es steht stets im Vordergrund die Doshas ins Gleichgewicht zu bringen, um damit die Gesundheit zu fördern, Krankheiten zu beheben und das Wohlbefinden zu stärken.
Doshas - Vata, Pitta, Kapha
Was bedeutet Dosha?
Dosha bedeutet Lebensenergie. Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Zusammensetzung der drei Dosha-Typen Vata, Pitta und Kapha. Aus dem Verhältnis der drei zueinander, die jeder Mensch bei der Geburt bereits mitbekommt, geht die Konstitution und Persönlichkeit des Menschen hervor. Sie prägen die körperliche Erscheinung, Verhaltensformen sowie die Anfälligkeit für Krankheiten. Befindet sich das ursprüngliche Dosha-Gefüge in seinem harmonischen Gleichgewicht und Normalzustand, so ist der Mensch gesund, widerstandsfähig und glücklich. Sind die 3 Energien jedoch gestört oder im Ungleichgewicht, überwiegt also ein Dosha oder ist ein Dosha im Mangel, so ist dies die Ursache von physischen und psychischen Beschwerden aller Art. Das können Alltagsprobleme wie innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Sorgenkarussells, Kopfschmerzen oder Antriebslosigkeit bis hin zu schweren Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Krebs sein. Im Ayurveda betrachtet man all diese Beschwerden als unterschiedliche Ausdrucksformen von Vata, Pitta und Kapha.
4 verschiedene Ursachen für Erkrankungen
• Nicht ausbalancierte Doshas.
• Unausgewogene Ernährung und Lebensgewohnheiten mit der Folge von Ungleichgewichten in Blut, Muskeln, Gelenken, Fett- und Hormonhaushalt.
• Nicht ausreichende Ausscheidung über den Verdauungstrakt, die Haut (Schwitzen) oder das Urogenitalsystem.
• Übermäßige Streßbelastung, auch schlechte Arbeitsbedingungen mit der Folge eines disharmonischen Geistes
Der Weg zur Gesundheit mit Ayurveda!
Es ist kein Zufall, wenn jemand erkrankt. Nach der ayurvedischen Medizin verfügt jeder gesunde Mensch über vier natürliche Ausscheidungswege des Körpers: das Verdauungssystem, Harnsystem, Atmungssystem und das Ausscheidungssystem. Diese vier Systeme funktionieren auf natürliche Weise, doch unsere Ernährungsgewohnheiten, Verhaltensweisen, Aktivitäten und Denkweisen stellen oft eine Herausforderung dar, da sie diese Systeme blockieren können. Wenn es zu einer solchen Blockade kommt, entsteht damit ein Problem für unser körperliches und geistiges Gleichgewicht. Bestehen diese Blockaden über längere Zeit, kann sich aus einer zunächst geringfügigen Beschwerde eine chronische Krankheit entwickeln; im schlimmsten Fall kann dies sogar zum Tod führen. Aus Sicht der ayurvedischen Medizin ist somit die fehlerhafte Funktion dieses natürlichen Vier-Säulen-Systems der entscheidende Faktor, der über Krankheit oder Gesundheit eines Menschen bestimmt.
Gleichzeitig ist das körperliche Gleichgewicht eines Menschen der entscheidende Faktor für die Gesundheit, wobei sich auch ein mentales Ungleichgewicht bis zu einem gewissen Grad auf das körperliche Gleichgewicht auswirkt. Die Hauptursache für ein solches mentales Ungleichgewicht liegt darin, dass der Mensch seinen Geist nicht versteht und nicht weiß, wie er mit ihm umgehen und ihn im Gleichgewicht halten kann. Dies wird maßgeblich durch einen Mangel an entsprechender Beratung beeinflusst.
Ein wesentlicher Bestandteil der ayurvedischen Gesundheitslehre ist daher die Förderung eines ausgewogenen Lebensstils. Neben einer individuell angepassten Ernährung spielen regelmäßige Tagesabläufe, Bewegung, ausreichende Erholung sowie ein bewusster Umgang mit den eigenen Gedanken und Emotionen eine wichtige Rolle. Ayurveda bietet hierfür zahlreiche praktische Empfehlungen, die dabei helfen können, Körper und Geist in Balance zu bringen.
Die ayurvedische Medizin hat somit ein breites Spektrum an Ratschlägen und Erkenntnissen für eine gesunde psychische Verfassung eröffnet. Durch die Befolgung dieser philosophischen Methoden und Anweisungen kann der Einzelne sein körperliches und geistiges Wohlbefinden wirksam bewahren.
Die Pancha-Karma-Methode ist ein hervorragendes Verfahren der ayurvedischen Medizin, das sowohl zur Heilung von Patienten als auch zur Erhaltung der Gesundheit gesunder Menschen eingesetzt wird. Dabei unterzieht sich der Patient oder die betreffende Person einer ayurvedischen Untersuchung durch einen Ayurveda-Arzt. Diese umfasst verschiedene Tests.
Auf der Grundlage der bei diesen Untersuchungen gewonnenen Informationen bereitet der Arzt die Person – oder den Patienten – auf die Behandlung vor.
Was die Panchakarma-Behandlungen betrifft:
Die Durchführung dieser Verfahren ist keine leichte Aufgabe. Sie erfolgt über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen an einem besonderen Ort und unter der Aufsicht eines entsprechend qualifizierten Ayurveda-Arztes. Der Patient bzw. die betreffende Person muss dafür gewisse Opfer bringen. Für diejenigen, denen ein solches Opfer schwerfällt, sieht der Ayurveda vor, dass sie sowohl bei sich selbst als auch in ihrem äußeren Umfeld Unterstützung suchen sollten, um ihre Doshas so weit wie möglich ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Grundgedanke dabei ist, dass man nach den Prinzipien des Ayurveda eine auf die eigenen Doshas abgestimmte tägliche Routine befolgen kann – und zwar eigenständig. Zu den unterstützenden Maßnahmen von außen gehören ayurvedische Massagen sowie fachkundige Beratung und Anleitung zur Gestaltung des Alltags. Dies hilft dabei, die Doshas bestmöglich zu regulieren und ein normales Leben zu führen. Wenn sich derartige Ungleichgewichte in Körper oder Geist zeigen, sollte man unbedingt wissen: Es ist an der Zeit, eine ayurvedische Panchakarma-Kur durchzuführen.
Dazu gehören körperliche Trägheit oder Schläfrigkeit während des Großteils des Tages, Erschöpfung bei der Erledigung kleiner Aufgaben, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Lebensüberdruss sowie ständiges Grübeln im Tagesverlauf. In solchen Fällen lässt sich die verlorene Vitalität durch eine Panchakarma-Behandlung an einem geeigneten Ort und unter fachkundiger Anleitung wiederherstellen.
Bitte beachten Sie:
Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker, und stelle keine Diagnosen und gebe keine Heilungsversprechen ab.
